Unser Leitbild

Ess-Störungen haben in den letzten 30 Jahren in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewonnen und verursachen gesamtgesellschaftlich enorme Kosten für das Gesundheitswesen. Eine Ess-Störung ist eine die persönliche und soziale Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigende Erkrankung, die häufig mit massiven gesundheitlichen und psychischen Komplikationen einhergeht. 10-20% der Betroffenen begehen Suizid bzw. sterben an den Folgen der Ess-Störung.

Der Verein „Beratungszentrum bei Ess-Störungen DICK & DÜNN e.V." hat sich seit seiner Gründung 1986 zum Ziel gesetzt, auf die gesellschaftliche Bedeutung von Ess-Störungen aufmerksam zu machen (Öffentlichkeitsarbeit), ihre Entstehung im Vorfeld verhindern zu helfen (Prävention), die Behandlungskonzepte und -methoden zu optimieren (Information, Aufklärung, Fortbildung) und für essgestörte Menschen eine optimale multiprofessionelle und an den individuellen Bedürfnissen sowie sozialen und psychischen Problemlagen orientierte Behandlung einzuleiten und zu begleiten (Beratung, Betreuung). Dabei wird beim Verein „Beratungszentrum bei Ess-Störungen DICK & DÜNN e.V." den zugrunde liegenden individuellen und sozialen und kulturspezifischen Ursachen besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Neben familiären, biologisch-genetischen und persönlichkeitsspezifischen Einflüssen werden sowohl die besonderen weiblichen Sozialisationsbedingungen, die widersprüchlichen Rollenanforderungen an Frauen als auch das in der Gesellschaft vorherrschende Schlankheits- und Schönheitsideal mit in das professionelle Denken und Handeln einbezogen.

Der Verein erreicht seine Ziele durch:

  • Niedrigschwelligkeit
  • Multiprofessionalität
  • Kontinuität und Erfahrung des Arbeitsteams
  • vielfältige Kooperationsbeziehungen zu Einrichtungen der Gesundheitsversorgung
  • kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen
  • eine Kombination von frauenspezifischen, körperorientierten, systemischen, personenzentrierten, tiefenpsychologischen, gestaltungstherapeutischen und psychoedukativen Arbeitsansätzen
  • Orientierung an den Bedürfnissen und Lebenswelten der von Ess-Störungen Betroffenen und Stärkung ihres Selbsthilfepotentials

 

Wir führen grundsätzlich keine Behandlung im Sinne des SGB V durch.

Die Professionalität der leitenden und beschäftigten Mitarbeiterinnen des Vereins wird durch Vorstandsarbeit, Teamarbeit, Fortbildung, Intervision und Supervision gewährleistet.

Der Verein führt Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung durch, um die Einhaltung der fachlichen Qualitätsstandards zu sichern.